Eigentlich wollte ich euch mit Geschichten vom großen, roten A verschonen, aber diese ist nun einfach witzig:
Ich war nach meinem ultrakurzen "Vermittlungsgespräch" ganz guter Dinge, nachdem man mir die Zeit für die Prüfung eingeräumt hatte und mir versicherte, die Agentur würde sich vor Ende Januar wohl nicht mehr melden. Wie verwundert war ich, als ich vorgestern einen Umschlag mit dem großen A, das stets die Republik beschäftigt, aus dem Kasten fischte.
Noch verwunderlicher war die lange Reise, die der Brief aus dem fernen Mecklenburg zu mir gemacht hatte...
Die Agentur für Arbeit in Gadebusch hatte sich die Mühe gemacht, mir auf schlecht kopierten Vorlagen ein Stellenangebot zu unterbreiten, das zwar vom Einsatzort (das andere große, rote A) für mich prinzipiell in Ordnung ist, aber die verlangte Berufsbezeichnung so gar nicht meinen Vorstellungen entsprach. Für die hatte ich nämlich nicht die passende Ausbildung gemacht und am wesentlich geringeren Gehalt wäre es dann spätestens auch gescheitert, von der fernen Stadt mal zu schweigen ;-)
Wie kam ich nur zu diesem Brief?
Schuld wird wohl mein Versäumnis gewesen sein, eine Adresse bei der Agentur löschen zu lassen, welche die gadebuscher Amtsmühle in Gang setzte. Wer kann das denn ahnen?
Andererseits bin ich doch beeindruckt, wie gründlich gemahlen wird, wenn es der Bürgerin gelungen ist, die Maschinerie einmal ins Rollen zu bringen. Mit liebevoll ausgefüllten, auch auf mehrmalige Nachfrage unvollständig ausgegebenen Formularen, die sich zu einem 15-seitigen Antrag aufsummieren.
Da freue ich mich, es ist im Endeffekt auch was zum Lachen dabei raus gekommen. :-D
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