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Samstag, 14. Februar 2009

San Valentín

Unser letzter Tag auf Mallorca. Claas wollte wandern, ich wollte Caches suchen. Zum Glück lässt sich das leicht verbinden und so machten wir uns auf zum Puig de Bauçà (~ 600m). Der Wanderführer empfahl die Tour als 2-stündigen Trip für Auf- und Abstieg. Das fanden wir ganz locker, denn der Höhenunterschied von Start bis Ziel war ja nur 200 m. Aber auf was für steilen Wegen! Zwischendurch gab es ebene Strecken zum Luftholen, aber dann auf die letzten 60 Höhenmeter kam ich mir vor wie eine Bergziege.
Oben angelangt gab es nicht nur einen Cache für mich, sondern auch einen Wahnsinnsrundblick. Der gegenüber liegende Galatzó war leider von Wolken gekrönt (das ist er aber wohl oft, weil über 1000m hoch)
Ein bißchen mag ich Flachländerin Berge nun doch.

Und weil es nicht so weit war fuhren wir dann noch nach Sant Elm. Ein winziges Örtchen, an dem ein kleines Boot "Margerita" zur Insel Sa Dragonera fährt. Diese ist unbewohnt und ein Naturschutzgebiet. Wir waren erst am späten Nachmittag da und verzichteten auf eine Überfahrt für 10,- € pro Person. Stattdessen saßen wir draußen in einem Café an der Promenade und wurden nicht müde, das Meer anzusehen.

Abends im Hotel war ich schon ein bißchen traurig, mich von Mallorca zu verabschieden und verstehe sehr gut, warum so viele dort bleiben wollen oder zumindest immer wieder kommen. Am nächsten Morgen starteten wir im Sonnenschein und landeten in der schönsten Stadt der Welt im Schneetreiben...
Adiós Mallorca, Moin Hamburch!

(Claas hat fantastische Bilder der Alpen gemacht ;-)Vielleicht kommt hier eins hin)

Freitag, 13. Februar 2009

El valle dorado

Von Sóller nach Port de Sóller fährt eine urige Straßenbahn und den Weg zurück zum Auto kann man dann laufen. Das Auto hatten wir durch Zufall fast direkt am Ende des geplanten Wanderweges abgestellt, woanders waren in der Stadt auch kaum Parkplätze zu bekommen. Sóller liegt im "goldenen Tal", in dem alles voll mit Orangen- und Zitronenbäumen ist. Der Platz zum weiteren Wachsen der Stadt ist durch die Lage jedoch arg begrenzt und so gibt es auch mal Verkehrschaos.

Der Weg war holprig und stellenweise steil, die Sonne tat ihr übriges und so stapften wir ein wenig schnaufend durch Olivenhaine vorbei an Schafen, einem Maultier (?) und einem mallorquinischem Pferd, die alle vollkommen unbeeindruckt von Touristen waren.

Wieder am Wagen angelangt, ging es auf Serpentinen Richtung Deiá, ich habe ein schlechtes Video davon gemacht, wie uns dabei die Sonne geblendet hat:



Das nächste Ziel war das weltberühmte Bergdorf Valldemossa, wo Chopin einen Winter lang gewohnt hat. Die Sonne war schon hinter den Bergen verschwunden und so wurde es 8 °C kalt. Da kam ein Heißgetränk im "Cappucino" gegenüber der Minidorfapotheke gerade recht.

Donnerstag, 12. Februar 2009

Al fin del mundo de Mallorca



Am Donnerstag führte uns der Weg zum äußersten Punkt nach Nordosten Cap de Formentor und allem, was auf dem Weg dorthin liegt.
Es ging über Inca, wo keine Spur mehr vom ach so tollen Wochenmarkt mehr zu finden war, Richtung Alcúdia, einer wirklich schönen Stadt deren Stadtmauer noch fast vollständig erhalten ist. Wir liefen da auch gleich mal drauf rum...

Der GPS-Empfänger spürte schon bald eine Beute für uns Cachejäger auf und so führte unser "Riesenhandy" uns zur Cova de Sant Martí. Diese natürliche Höhle diente als Versteck in der römischen Christenverfolgung. Mehr fand ich nicht heraus, denn mein Katalanisch ist für die Hinweistafel zu schlecht gewesen. Der Cache war gut versteckt und ein paar Muggels aus der nahen Hotelstadt machten uns zu schaffen, aber Geduld ist neben Trittsicherheit und Unerschrockenheit vor Ungeziefer wohl die wichtigste Tugend des Geocachers.

Auf dem Weg nach Norden legten wir eine Wanderung ein, die natürlich zu einem Cache führen sollte ;-)

Unseren Tatendrang stoppte nur ein Schild, das in der Landessprache irgendwas zu dem Weg sagte. Wir waren ein bißchen unschlüssig, ob man nun durch das Tor gehen darf oder nicht und ich fragte mich ein weiteres Mal, wozu drei Jahre Spanischunterricht bei mir eigentlich getaugt haben. Zwischen Schafen und Ziegen, Felsen und Rosmarin ging es immer auf die Bucht zu. Bei der kleinen Quelle spielten wir ein bißchen Indiana Jones ("Nur auf die Steine treten!") und wurden schließlich an den Zielkoordinaten fündig.
Man musste am Zielfelsen einfach nur schauen, welche Steine immer wieder von Cachern weggerollt wurden und somit tüchtig Abriebspuren haben...


Eine weitere Station wartete noch, der Mirador auf halber Strecke zum Cap. Hier gibt es einen nächsten Earthcache, der besondere Felsformationen demonstriert. Ich hatte davon keine Ahnung, weil ich mich zuvor nicht darüber schlau gemacht hatte und genoß einfach nur die Aussicht auf das Mittelmeerund stellte mit dem Altimeter die Höhe von 222 m NN fest, welche auf der Hinweistafel noch mit 232 m angegeben ist.
Da wir nunmal schon soweit waren, fuhren wir über Mörderserpentinen zum Cap, das aber scheinbar gerade den Leuchtturm renovieren lässt. Claas konnte das Abendlicht für ein paar "Mordorfotos" nutzen und dann waren wir auch schon wieder auf dem Weg nach Palma.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Cuevas y caches

Nach einer durchstürmten Nacht in Palma waren wir am Mittwoch nicht ganz so begeistert von einem Ausflug ins Tramuntanagebirge und entschieden uns für die Ostküste. Dort steuerten wir die Drachenhöhlen bei Porto Cristo an und wären fast zu den Konkurrenzhöhlen geleitet worden. Diese sind an der Abfahrt von der Landstrasse noch vor Porto Cristo und werden wie ein Freizeitpark angekündigt. Der riesige Parkplatz und die mehrspurigen Zufahrtstrassen waren dort wie leergefegt... Ich ließ mir an der Kasse (keine Sau wartete dort) den Preis nennen und drehte fix wieder um. Mit Ermäßigung immer noch 14,- € Eintritt war mir das bunte Spektakel nicht wert. Also weiter zu den anderen Höhlen, die auch größer sind! Dort angekommen kauften wir Tickets für 10,50 pro Nase und freuten uns schon, dass so wenig los sei. Der Reiseführer hatte bereits gelästert, hier würden Busladungen von Touris durchgeschleust. Am Eingang zur Höhle dann das böse Erwachen: Die Busse kamen doch noch, voll mit gehstockbewehrten deutschen Rentnern!

Die Höhlen waren ein bißchen feucht und viel wärmer als erwartet, aber doch wirklich wundersam anzuschauen. Wie die Kulisse eines Fantasyfilms mit Drachen eben... Leider war Fotografieren verboten! Finale war ein Streichkonzert von richtigen Musikern, die im illuminierten Ruderboot auf dem unterirdischen See fuhren. Man durfte auch ein bißchen Boot fahren, aber als Kanut mit deutschen Rentnern in einem Ruderboot zu sitzen ist nicht gerade unser schönster Wunsch gewesen.

Am Ausgang machten wir noch ein Beweisfoto unserer Anwesenheit bei diesem Earthcache.

Doch der nächste Schatz wartete schon an der Küste gleich nebenan sozusagen. In einer Kraxel- und Kletteraktion lüfteten wir das Geheimnis um die zwei Türme. Ohne Wanderschuhe hat man keine Chance zum zweiten (Leucht) Turm hinzukommen, nach etwas Anstrengung ist es umso schöner den Cache zu finden.

Dienstag, 10. Februar 2009

Dos días en Palma

Die ersten beiden Tage waren wir in Palma unterwegs. Am Montag waren wir ja schon früh am Flughafen angekommen und wurden mit dem Bus zum Hotel gefahren, in dem wir sogar dank Nebensaison sofort ein freies Zimmer beziehen konnten. Es gab neben Bett und Schrank auch eine kleine Küche mit Besteck, Geschirr und Kühlschrank. Für den Preis war die Ausstattung und Größe wirklich gut, aber in den nächsten Tagen stellten sich Eigenarten heraus, wie knarrende Federn in der Matratze und ein nicht wirklich passgenau installiertes Fenster, das bei nächtlichem Sturm Geräusche machte ;-)
Am Montag suchten wir uns erstmal einen Supermarkt, um einen Kanister Trinkwasser und etwas Proviant zu besorgen. Das Wasser aus der Leitung hatte ich schon beschnüffelt und erwartungsgemäß war es so chlorig wie bei uns im Schwimmbad. In Porto Pi fanden wir das Einkaufszentrum und ich scheiterte fast an der Bestellung einer Cola im Burger King. Denn wenn man sich auf Spanisch mühsam überlegt hat, wie man was sagen will, heißt das noch lange nicht, dass man auch vollständig die Antwort versteht und daraufhin was sagen kann.

Am Nachmittag stiegen wir hinauf zum nahe gelegenen Castell de Bellver und hatten dort im Sonnenschein einen super Blick auf Palma und die Bucht. Zurück ging es durch kleine Gassen zum Hotel, wo schon das Bett wartete.

Für den zweiten Tag hatten wir uns die Innenstadt vorgenommen und kauften eine Fahrkarte für den Sightseeingbus. Damit gings zum Parc de mar und vor allem der Kathedrale La Seu, wo wirklich wenig Touristen unterwegs waren. Die Sonne knallte ganz gut und wir tingelten quer durch die Innenstadt Richtung Estaciones, wo auch die Bahn Richtung Sóller abfährt. Mein Reiseführer empfahl das Café Mon in der Nähe, wo es erstmal Futter gab. Ich bestellte todesmutig auf Spanisch einen zumo de naranja und bekam den besten O-Saft meines Urlaubs. Lecker!

Wir tourten weiter mit dem Bus zu Es Baluard, suchten dort erfolglos einen Cache und schafften geradeso den letzten Bus, der sogar noch über Castell de Bellver fuhr. In Porto Pi versorgten wir uns mit weiteren Lebensmitteln, als wichtigstes nenne ich hier mal die Flasche Marqués del puerto...
Wer den hier irgendwo sieht, bitte mitbringen!

Montag, 9. Februar 2009

Frühaufsteher

Inzwischen sind wir wieder in Hamburg, am Montag waren wir elend früh aufgestanden, um den Flug um 6.15 nach Palma de Mallorca zu nehmen. Ich habe mich daran versucht, durch das Bordfenster ein Foto als Beweis zu schießen: Wenn man in Südrichtung fliegt geht links vom Flugzeug die Sonne auf, deren schönes Licht das Winglet rechts von mir bescheint. Darunter ist noch der Mond zu sehen ;-)

Mehr Bilder kommen bald, ich habe den Profi knipsen lassen...


Mittwoch, 21. Januar 2009

Nochmal Inselfieber

Eigentlich wollte ich gerade über das norddeutsche Wetter klagen, aber die Sonne scheint gerade zum Fenster herein. Egal, es sind nur knapp 0°C und das gibts woanders besser!
Auf Mallorca sind so an die 15° und es wurden bereits die ersten blühenden Mandelbäume entdeckt, Bittermandeln blühen rosa, die süssen in weißer Farbe. Aha.
Lastminuteangebote sind nach Mallorca immer günstig, nur wie findet man das beste Angebot bezüglich Flug, Hotel und Mietwagen? In zweieinhalb Wochen soll es losgehen und es könnte ja noch jeden Tag etwas billiger werden oder sich überhaupt etwas besseres finden. Zusätzlich kann man irgendwo immer Paybackpunkte beim Buchen bekommen oder Rabatt für den Wagen kriegen, wenn man im ADAC ist...
Und das Sightseeingprogramm muss natürlich auch grob geplant sein, wenn man nur eine Woche bleibt ;-)
There will be caches along the way...

Claas quält sich da eher mit anderen (essentiellen) Fragen wie: Wo bringe ich das ganze Fotozeug im Handgepäck unter? Kann es stimmen, dass Mandeln auf Bäumen wachsen?
Wenn wir eine Lösung für alles gefunden haben, werden hier sicher ein paar Bilder finden lassen.
Und La Gomera haben wir natürlich nicht vergessen, sondern einfach verschoben auf Herbst etwa...